„Umfrage: Hattest auch du schon einmal Studienzweifel?“

Wir haben im Rahmen des Projektes NEXT STEP niederrhein eine Video-Umfrage am Campus der Hochschule Niederrhein in Krefeld gemacht. Hier sprachen wir mit Student*innen über ihre Studienzweifel und wie sie damit umgegangen sind.

Während der Video-Umfrage wurde erneut deutlich, wie verbreitet Studienzweifel sind. Wir sind sogar auf einige Studienwechsler*innen gestoßen. Deren Feedback war, dass sie und ihre Freunde trotz alle der Zweifel ihren Weg gefunden haben.

Studierende erzählen im Video warum sie gezweifelt haben, wie sie damit umgegangen sind, wie ihre Umwelt auf den Studienwechsel reagiert hat und geben wertvolle Tipps für andere Zweifler*innen.

Die meisten der Studierenden, mit denen wir gesprochen haben, zweifelten, weil das Fach ihre Erwartungen nicht erfüllte, ihnen die Anforderungen zu hoch waren oder sie mit dem Leistungsdruck und Stress nicht zurecht gekommen sind. Die Aussagen stimmen auch mit den häufigsten Motiven des Studienabbruchs, welche eine Studie der DZHW 2017 identifiziert hat, überein. Sie waren sich aber alle sicher, dass Studieren generell etwas für sie ist, aber das Studienfach nicht das Richtige war.

Als die Studierenden konkret in der Situation der Unsicherheit waren, haben sie viel mit Freunden und Familie darüber gesprochen und haben sich dann, im nächsten Schritt, an die örtliche Studienberatung gewandt. Dort wurden sie beraten, wie sich der Wechsel am besten vollziehen lässt. Das Umfeld der Studierenden hat fast nur positiv und unterstützend reagiert. Die Aussagen bündeln sich in der Meinung, dass es wichtiger ist etwas zu machen, dass einen glücklich macht, als irgendeinen Abschluss zu haben. Die Studierenden sehen es auch überhaupt nicht als negativ an, dass man etwas Zeit durch den Wechsel verloren hat, denn sie haben etwas über sich gelernt und sich weiterentwickelt.

Wai Yee riet anderen Studierenden, die zweifeln: „Wenn du weißt, dass es nicht dein Studiengang ist, dann mach was anderes und verschwende deine Zeit nicht.“ Es gibt an jeder Universität oder Fachhochschule viele Möglichkeiten und Paula hat die Erfahrungen gemacht, dass man sich bei einem Wechsel viele der Kurse fächerübergreifend anrechnen lassen kann. Jonas hat den Rat für andere Studierende, das sie nicht aufgeben sollen, denn man kommt durch das Studium durch. Vor allem, wenn einen das eigene Studienfach wirklich interessiert.

Prof. Dr. Petra Kleinbongard

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