Von Tieren, Journalismus, Vorbildern und einem Studiengangwechsel

Arnes Weg nach Rom

Die Frage, was er später beruflich machen möchte, hat Arne nie großes Kopfzerbrechen bereitet. „Ich hatte immer das Glück, dass ich mich seit meiner Jugend gleich für mehrere Berufswege begeistern konnte.“ Nach dem Abitur beginnt er Biologie zu studieren, vorerst ohne konkretes Berufsziel, auch wenn ihn die journalistische Aufbereitung des Themas fasziniert. Besonders der zoologische Bereich hat es ihm angetan. Doch im zweiten Semester treten Zweifel auf, denn sein Studienfach besteht nicht nur aus Tierkunde, sondern umfasst auch Disziplinen, die ihn weniger begeistern. „Da ist mir bewusst geworden, dass mein Interesse für diesen kleinen Bereich der Biologie vielleicht nicht ausreicht, um ein Studium durchzuziehen.“

Eine Phase der Neuorientierung beginnt. Arne spricht mit Freund*innen, der Familie, Kommiliton*innen – und mit Persönlichkeiten, die ihn beruflich inspirieren. „Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man sich Vorbilder sucht und mit Menschen aus der Branche spricht: Wie ist ihr Karriereweg verlaufen und was muss man eigentlich können, um diesen Beruf auszuüben?“ Für Arne wird der Redakteur der Tageszeitung zum Mentor, bei der er schon als Jugendlicher gearbeitet hat. Gemeinsam überlegen sie, wie er sein Ziel erreichen kann, auch ohne das Biologie-Studium zu beenden. Er entscheidet sich für einen Studiengangwechsel, schreibt sich für Germanistik und Geschichte ein und arbeitet bereits während des Bachelors zunächst als Werkstudent und dann als freier Redakteur beim WDR.

Medien und Kommunikation machen ihm so viel Spaß, dass er auch nach erfolgreichem Studienabschluss in diesem Bereich tätig ist. Deswegen schließt er auch nebenberuflich noch den Master Crossmedia Management ab. Anderen Studienzweifler*innen empfiehlt er, sich über die verschiedenen Studienformen sowie weitere Möglichkeiten der beruflichen Qualifikation zu informieren. Umwege im Lebenslauf empfindet er nicht als Makel – denn es gibt nicht nur einen Weg zum Wunschberuf: „Das Studium ist schließlich nur ein Schritt auf der Reise, die man im Leben so macht. Gerade beruflich muss man sich heutzutage immer weiterentwickeln, neue Sachen lernen und auch mal die Richtung wechseln.“

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