Vom Studium in die Ausbildung. 5 Tipps von Handwerksunternehmen für Studienaussteiger*innen.

Bei einer Veranstaltung des Projekts „move! – Den eigenen Weg finden“ in Düsseldorf, die im Herbst 2018 stattfand, haben wir uns mit Unternehmern über Studienaussteiger*innen unterhalten. Tischlermeister Sascha Hermans (www.tischlerei-hermans.de) und Dachdecker Eduard Fuchs (www.eduard-fuchs.de) sprechen mit uns, über ihre Erfahrungen mit und über ihre Tipps für Studienabbrecher*innen.

Unternehmen haben großes Interesse an Studienaussteiger*innen. Dies bestätigt eine Online-Umfrage, des Projekts Campus OWL, welche im Zeitraum von 21.06.-31.07.2018 durchgeführt wurde und an Handwerks- und Industrieunternehmen aus Ostwestfalen-Lippe versandt wurde. Bei dieser gaben 95 % der befragten Unternehmen an, dass ein grundsätzliches Interesse am Studienaussteiger*innen besteht.

Im Videointerview äußern sich die beiden Unternehmer ähnlich. Herr Fuchs erzählt, dass er gezielt nach Studienaussteiger*innen sucht, weil er davon überzeugt ist, dass sich so viele neue Perspektiven für sein Unternehmen und die Branche ergeben können. Er stellt gerne Studienaussteiger*innen ein, da er gemerkt hat, dass sie mit ihren Fähigkeiten, Vorkenntnissen und ihrer Lebenserfahrung den technischen Ansprüchen oft noch besser gewachsen sind. Wodurch er eine kontinuierliche Verbesserung in der Qualität feststellen konnte.  

Herr Hermans findet es gut, dass Studienaussteiger*innen gemerkt haben, dass sie sich umorientieren müssen. Er ist der Meinung, dass Unternehmen Menschen brauchen, die wissen, wo sie hingehören und darüber reflektiert nachgedacht haben, was das Richtige für sie ist. Für ihn ist es ebenfalls eine gute Möglichkeit dem Nachwuchsproblem entgegenzuwirken.

In der Online-Umfrage gaben Unternehmen außerdem an es als vorteilhaft für die Einstellung zu empfinden, dass Studienaussteiger*innen spezifische (akademisches) Fachwissen bzw. theoretische Grundlagenwissen mitbringen. Des Weiteren fanden sie es hilfreich, dass sie über mehr Lebenserfahrung oder bestimmte methodische und personale Kompetenzen verfügen. Positiv für die Unternehmen ist auch, dass bestimmte Persönlichkeitseigenschaften oder Stärken eingebracht werden.

Für Herrn Fuchs war es zudem sehr hilfreich, dass Studienaussteiger*innen Schnittstellen, welche bisher nicht besetzt waren, füllen konnten. Herr Herrmans hat gemerkt, dass es von Vorteil ist, dass Studienaussteiger*innen oftmals weiterdenken, manches infrage stellen, alte Strukturen aufbrechen können und neue Ideen einbringen.

Also lass dir gesagt sein, dass ein Studienausstieg nicht das Ende deiner Karriere bedeutet und du in anderen Bereichen so viele Möglichkeiten hast, dass zu finden, was du wirklich machen möchtest.

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